Diagnose von Hypercholesterinämie im Blut

Hypercholesterinämie wird über die Cholesterinwerte im Blut diagnostiziert. Wichtig ist, dass nicht nur das Gesamtcholesterin, sondern auch das HDL-Cholesterin und das LDL-Cholesterin analysiert wird. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, sollten Sie für die Blutabnahme wenn möglich nüchtern sein: Es sollten mindestens zwölf Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und der Untersuchung liegen.

 

Lebensstil und mögliche Erkrankungen

Ihr Arzt wird nicht nur die Blutwerte messen, sondern auch nach Ihrem Lebensstil fragen. Wenn Sie zu viele tierische Fette essen, sich zu wenig bewegen oder viel Alkohol trinken, können das die Ursachen für den erhöhten Cholesterinwert sein.

Im Rahmen einer Anamnese erkundigt sich der Arzt einerseits nach Ihren Lebensgewohnheiten, andererseits auch nach möglichen Erkrankungen wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes, die den Cholesterinwert verändern können.

Neben der Anamnese wird noch eine körperliche Untersuchung durchgeführt, um mögliche Folgen des zu hohen Cholesterinwertes zu erkennen. Wichtig dabei sind Herz- und Lungenfunktion und der gemessene Blutdruck, sowie Cholesterinablagerungen an Sehnen, Haut und Augen.

 

Diagnose einer erblich bedingten Hypercholesterinämie

Sind die Cholesterinwerte deutlich erhöht und sind keine anderen Erkrankungen feststellbar, liegt eventuell eine erblich bedingte Hypercholesterinämie vor. Weitere Untersuchungen zeigen, welche Lipidstoffwechselstörung genau vorliegt. Bei Verdacht auf eine familiäre Hypercholesterinämie können auch Gentests für die Bestätigung der Diagnose eingesetzt werden. Die Höhe der Cholesterinwerte liefert allerdings meist schon einen Hinweis:

  • Die polygene Hypercholesteirnämie ist besonders häufig, das Gesamtcholesterin liegt typischerweise zwischen 250 und 350 mg/dl.
  • Die nur von einem Elternteil vererbte familiäre Hypercholesterinämie (heterozygot) ist gar nicht so selten (ca. 1 von 300 Individuen), das Gesamtcholesterin liegt oft zwischen 300 und 500 mg/dl.
  • Die von beiden Eltern vererbte familiäre Hypercholesterinämie (homozygot) ist sehr selten, das Gesamtcholesterin liegt hier zwischen 500 und 1.200 mg/dl.

 

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